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Sexarbeit während der Corona-Zeit – wie funktioniert das?

Kann Sexarbeit während der Corona-Zeit von statten gehen? Wie meine Sexarbeit in den letzten zehn Monaten aussah, welche Grenzen die Digitalisierung in der Sexarbeit vorweist und was ich mir dahingehend in der Zukunft erhoffe, erkläre ich euch in diesem Beitrag. Vorher gebe ich euch eine kurze Einleitung, wie genau meine Sexarbeit aussieht, also was genau ich mache.
 Tagebuch über meine Sexwork  

Kann Sexarbeit während der Corona-Zeit von statten gehen? Wie meine Sexarbeit in den letzten zehn Monaten aussah, welche Grenzen die Digitalisierung in der Sexarbeit vorweist und was ich mir dahingehend in der Zukunft erhoffe, erkläre ich euch in diesem Beitrag. Vorher gebe ich euch eine kurze Einleitung, wie genau meine Sexarbeit aussieht, also was genau ich mache. 

Inmitten der Corona-Pandemie habe ich mich im August 2020 als Sexworkerin selbstständig gemacht und biete seitdem gegen Geld sexuelle Dienstleistungen an. Es handelt sich entweder um ein einfaches Date, bei dem der Sex im Vordergrund steht oder ich biete einen Escort-Service an, d.h. ein Begleitservice mit oder ohne eine Übernachtung beim Kunden. Zudem verkaufe ich Nacktbilder oder Erotikvideos von mir, dessen Szenerien sowohl drinnen und draußen stattfinden. Videos stellen selten auch Situationen direkt beim Kunden dar oder stammen von alten Livestreams. Auf dem Onlineportal Onlyfans kann man aktuell besonders meine älteren Nacktbilder finden. Ab Juli werde ich dort auch Livestreams machen, wenn ein Kunde den Sex bzw. Oralsex live übertragen möchte. Es kann außerdem auch mal vorkommen, dass ich meine gebrauchten Dildos und Unterwäsche verkaufe. 

Übrigens sind sexuelle Dienstleistungen trotz Corona im 1:1 Kontakt erlaubt, also zu mindestens in einigen Bundesländer wie in Baden-Württemberg. Also ich darf auf eigener Rechnung agieren, darf aber keine Kollegin mitnehmen. Auch muss ich zum Kunden. Der Kunde darf nicht zu mir. Aber in jedem Bundesland sind die Corona-Verordnungen anders. In Bayern darf ich zum Beispiel gar nicht arbeiten. Und in meinem Bundesland Baden-Württemberg sind Escort-Vermittlungen verboten wie auch Bordelle.

Ich habe schon vorher sehr viel Erfahrung mit dem Escort von Männern gesammelt und kam deshalb auf die Idee das auch beruflich zu machen. Ein weiterer Grund ist, dass ich gerne neue, interessante Menschen treffe sowie immer einen Kick bekomme, wenn ich gegen Geld Sex habe. Eine andere Sache, die mir einen großen Kick gibt, verrate ich beim nächsten Blogartikel. 

Aktuell bin ich seit Mitte April in einem freiwilligen Lockdown. Ich treffe mich nicht mehr mit Kunden, da ich am 14. Mai meine erste Corona-Impfung bekommen habe und Ende Juni meine zweite Impfung erhalten werde. Bis dahin möchte ich kein Risiko eingehen, andere Menschen anzustecken oder selbst krank zu werden. Zum Glück sind meine meisten Kunden über 50 Jahre alt und somit sind diese auch schon teilweise geimpft bzw. werden auch bald geimpft. 

In dem Zeitraum davor, seit Dezember 2020, war die Nachfrage von Kunden sehr überschaubar gewesen und ich habe somit kaum Sex und Kontakte gehabt. Im Durchschnitt war das alle 7-14 Tage je ein Kontakt, welche mich auf verschiedene Internetportalen finden und kontaktieren können. Beim Oralsex ist das Tragen eines Mundschutzes unmöglich und mit eben diesem habe ich sonst 80 % meines Einkommens in den Wintermonaten verdient. 

Zuvor hatte ich im Herbst 2020 ein gutes Geschäft gemacht. Und allgemein habe ich wegen meiner Arbeit meine Hände viel öfter gewaschen und nach dem Kontakt mit meinen Kunden habe ich meine Hände immer desinfiziert. Dazu halte ich immer einen guten Abstand zu meinem älteren Mitbewohner, um eine Ansteckung zu vermeiden. Da ich vor einer Woche geimpft wurde und nach zwei Tage schon wieder fit war, hatte ich vermutlich kein Corona gehabt. Denn Personen mit einer erlebten Coronaerkrankung in der Vergangenheit, reagieren bei der erste Biontech-Impfung schon so, als handle es sich bereits um die zweite Biontech-Impfung, bei der man im Allgemeinen nämlich eine heftigere Impfreaktion zeige. 

Übrigens konnte ich nur in der zweiten Welle viele Bilder und Videos verkaufen. Allgemein geben die Menschen für digitale Dienstleistungen viel weniger Geld aus und die Digitalisierung kann reale Treffen nicht wirklich ersetzen. 

Da seit kurzem wieder Cafés, Restaurants sowie Geschäfte ohne Terminvereinbarung in Heidelberg geöffnet haben, immer mehr Menschen geimpft sind und ich Ende Juni 2021 dann einen guten Schutz gegen Corona verfüge bzw. ich dann für Kunden kein Risiko darstelle, erhoffe ich mir ab Juli wieder langsam ein viel besser laufendes Geschäft und somit hoffentlich nicht nur reine Sextreffen.